Wir Minis

In unserer Pfarreiengemeinschaft tun derzeit ca. 50 MinistrantInnen in Mitterfels, Haselbach und Herrnfehlburg ihren Dienst.

Immer wieder treffen sich die MinistrantInnen aus der Pfarreiengemeinschaft zu einer gemeinsamen Aktion. Das kann zum Beispiel ein lustiger Kegelnachmittag oder ein Besuch im Hallenbad sein. Auch die jährliche Ministrantenfahrt gestalten die Mädchen und Jungen aus unseren Pfarreien gemeinsam. Alle vier Jahre fahren unsere Ministranten zur internationalen Romwallfahrt.

Die MinistrantInnen sind ein wertvoller und unverzichtbarer Dienst bei der Liturgie und sie gestalten auch unser Pfarrleben aktiv und engagiert mit. So bringen sie sich z. B. beim Sternsingen oder Karfreitagsratschn ein.


Unsere Herrnfehlburger Minis mit Pater Dominik

Ministrantenwallfahrt nach Rom

Ministrantenwallfahrt 2018 - Wenn Ministranten reisen – lacht der Himmel bei mehr als 40 Grad!

Am 28. Juli machten wir, 22 Ministranten der Pfarreiengemeinschaft Mitterfels- Haselbach, uns nach der feierlichen Aussendung in der Abendmesse durch Pater Dominik mit unserer Gemeindereferentin Frau Birgit Blatz auf die große Reise – auf Mininstrantenwallfahrt nach Rom. „Suche den Frieden und jage ihm nach!“ so lautete das Motto der 12. Ministrantenwallfahrt mit 5500 Teilnehmern aus dem Bistum Regensburg und 50 000 deutschen Ministranten. Aus 19 Ländern waren etwa 90 000 junge Messdiener in der Weltstadt versammelt, um sich auf die Spuren und Ursprünge des christlichen Glaubens zu begeben. Unter Ihnen auch wir Haselbacher und Mitterfelser! Nach der Nachtfahrt sahen wir die Vororte der „Ewigen Stadt“ auftauchen und gingen gleich bei über 40 Grad und strahlend blauem Himmel auf Entdeckertour zur Basilika San Giovanni in Laterano (Reliquien von Petrus und Paulus), die holzverkleidete Scala Santa und den beeindruckenden Petersdom. Hier stiegen wir auch auf die doppelschalige Kuppel tapfer die 510 Stufen hinauf und genossen einen wunderbaren Blick über die Vatikanischen Hügel, den Petersplatz und das umgebende Rom. Erschöpft von der Hitze, aber bereits beeindruckt von den ersten Erlebnissen, erreichten wir am Abend unser wirklich ausgezeichnetes Hotel am Rande der Stadt. Um 7.00 Uhr klingelte bereits am nächsten Morgen der Wecker, damit wir rechtzeitig in der Laterankirche zur Mitfeier des Eröffnungsgottesdienstes durch Bischof Rudolf Voderholzer waren. Neben Begegnungen mit unseren Minikollegen aus Hunderdorf stand natürlich das gemeinschaftliche Gottesdiensterlebnis an diesem Tag im Vordergrund, obwohl wir auch bei hochsommerlichen Temperaturen das Colosseum und das Forum Romanum in unseren Kleingruppen erkundeten. Ganz Rom und seine Sehenswürdigkeiten waren voller junger Christen mit ihren Pilgerhüten und Halstüchern, so dass der Austausch der Pilgerutensilien ein ganz besonderer „Pilgergruß“ wurde. So machten wir etwa die Bekanntschaft mit den Ministranten aus Buxtehude im Forum Roman. Auf dem Nachhauseweg war täglich „Pizza, Pasta und Gelati“ angesagt, bevor meist nach einem langen zehnstündigen Tag die heißersehnte kühle Dusche wartete. Der Tag der Papstaudienz – deren Zeitpunkt aus Sicherheitsgründen erst kurz zuvor mitgeteilt wurde – war für uns alle wohl ein Höhepunkt der Reise. Am Morgen starteten wir zur Besichtigung des Grabes der Heiligen Caecilia Metella, die Katakomben San Calixtus und der Via Appia. Nach den Vatikanischen Museen mit einer der größten Kunstsammlung der Welt und der beeindruckenden Sixtinischen Kapelle, sicherten wir uns einen Platz auf der Via della Conciliatione für die bevorstehende Vespa und die Papstaudienz. Bei fast 50 Grad hatten wir das Glück, unseren Papst Franziskus aus 15 Meter Entfernung in seinem Papamobil vorbeifahren zu sehen. Nach der feierlichen und musikalisch wunderschön gestalteten Abendandacht, machten wir uns auf den Heimweg zu unserem Hotel. Der fünfte Reisetag war den bekanntesten Sehenswürdigkeiten, wie dem Trevi Brunnen, dem Pantheon und der Kirche Santa Maria sopra Minerva gewidmet, aber auch der Stadtteil Trastevere hatte es vor allem den Ministrantinnen aufgrund diverser Shoppingmöglichkeiten angetan. Nach dem gemütlichen Mittagessen vor Ort, machten wir uns dann auf den Weg zum Nationaldenkmal Vittorio Emanuele, auch genannt Schreibmaschine. Am Abend ließen wir den Tag an der Spanischen Treppe ausklingen, die fest in der der Hand der Ministranten aus aller Welt war. Die heitere und ausgelassene Stimmung in dieser Sommernacht dort, bleibt uns unvergesslich. Nach einer kurzen Nacht aufgrund einer ausgefallen U- Bahnlinie, durften wir keine Müdigkeit zeigen, denn der Abschlussgottesdienst in der großen Kirche St. Paul vor den Mauern um 9.00 Uhr, durfte nicht verpasst werden. Nach einer „Kirchenbesichtigungstour“ mit Santo Stefano Rontondo zu Ehren des ersten Märtyrers des Hl. Stefan und der Basilica San Clemente, genossen wir die Abschiedspizza, die unsere beiden Frauenbunde uns spendierten. Ein herzliches Dankeschön gilt es dafür hier im Namen von uns allen zu sagen! Natürlich auch unseren Kirchenverwaltungen, die diese Fahrt großzügig unterstützten, ein dickes italienisches „Mille Gracie“! Einen erfrischenden Ausklang fand die Ministrantenwallfahrt 2018 am letzten Tag nach der Besichtigung der antiken Hafenstadt „Ostia antica“ im nahegelegen Meer. Nach fünf Tagen über 40 Grad, 76 Kilometer Fußmarsch durch die „Ewige Stadt“ und vielen großartigen Eindrucken unserer christlichen Wurzeln, tobten wir ausgelassen in den Wellen. Erschöpft und zufrieden verabschiedete sich Rom von uns mit Regen… die Weltstadt weinte zum Abschied… – doch sieben Tage lang lachte der Himmel! Wenn Ministranten reisen…

Von den jüngsten Wallfahrern Anna Schedlbauer, Julia Heitzer, Vanessa Weidel, Felix Bugl, Simon Kolmer